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Ökumenischer Gedenkgottesdienst für die Unbedachten am 12. Juni

Kirchen erinnern an Verstorbene, die ohne Trauerfeier bestattet wurden

An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen um 17 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten dieser Stadt“. Die Andacht am 12. Juni halten der frühere Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen und Mitinitiator der Gedenkgottesdienste, Pastor Gerd Belker, und Pfarrer Heiner Mausehund, Skriba des Kirchenkreises Essen und zweiter Stellvertreter der Superintendentin.

Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 350 Verstorbene, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes anonym und ohne Trauerfeier bestattet werden müssen – weil keinerlei Vorsorge für die Beerdigung getroffen wurde und auch keine Angehörigen gefunden werden konnten, die für eine Trauerfeier sorgen.

In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch (unser Foto) geschrieben, für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod endet“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, die die monatlichen Erinnerungsfeiern in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen durchführt.

Auch die Funke-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den beiden Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) sowie in den Wochenblättern des Stadtspiegels kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind.

 

 

 

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