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Sorgende Gemeinde werden

Kirche und Diakonie veranstalten Fachtag zur gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit

Essen, 26.07.2018) „Blickpunkt Senioren: Sorgende Gemeinde werden“ lautet der Titel eines Fachtags, den verschiedene Organisationen aus Evangelischer Kirche und Diakonie am Donnerstag, 27. September, von 9 bis 16 Uhr im Paul-Humburg-Gemeindehaus der Kirchengemeinde Altenessen-Karnap, Hövelstraße 71, veranstalten. Neben einem Referat der Theologin Cornelia Coenen-Marx bieten acht Workshops eine Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach neuen Chancen und Perspektiven zu suchen. Eingeladen sind Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Arbeitsfeld der offenen, gemeinwesenorientierten Seniorenarbeit und alle, die sich für dieses Thema interessieren.

„Unterschiedliche Menschen miteinander zu verbinden und sich umeinander zu kümmern, ist für Kirche und Diakonie selbstverständlich. Viele Kirchengemeinden haben für sich erkannt, dass dieser Auftrag das Gemeinwesen vor Ort einbezieht“, heißt es in der Ausschreibung. „Sorgende Gemeinde zu sein bedeutet, den Tendenzen der Vereinzelung und des Rückzugs mit neuen Angeboten entgegenzuwirken, sich zu vernetzen, Begegnungen zu initiieren und Teilhabe zu ermöglichen. Ein gemeinwesenorientiertes Engagement, das auf Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung setzt, bereichert Kirche und Diakonie vor Ort und stärkt ihre Rolle innerhalb der Gesellschaft.“

Der Fachtag richtet den Blick vor allem auf die Seniorenarbeit. Welche neuen Angebote und Konzepte sind denkbar? „Wir wollen die Blickrichtung wechseln und nicht nur fragen, was Kirchengemeinden für ältere Menschen tun können, sondern vor allem auch danach, was Senioren selbst in der Gemeinde tun können – und das am besten über die Grenzen der Generationen hinweg.“ Dabei wird auch auf den bedeutsamen 7. Altenbericht der Bundesregierung („Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“, November 2016) Bezug genommen.

Mit Cornelia Coenen-Marx konnten die Veranstalter für den Vormittag eine ausgewiesene Expertin als Referentin gewinnen: Die Theologin und Oberkirchenrätin a.D. hatte viele Jahre lang leitende Positionen in Kirche und Diakonie inne; sie ist vielfältig publizistisch tätig und Eigentümerin der Agentur „Seele und Sorge“.

In den Workshops am Nachmittag geht es vor allem um Erfahrungen aus der Praxis: „Digitale Ideen für die Arbeit mit älteren Menschen“, „Aufbau von Beziehungsnetzwerken im Quartier“, „Die Generation Woodstock geht ins Alter“, „Telefonische Besuchsdienste organisieren“, „Interkulturelle Seniorenarbeit“ lauten u.a. die Titel.

Für gehörlose Teilnehmer des Fachtags stehen Gebärdendolmetscher zur Verfügung. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro pro Person und wird vor Ort erhoben und quittiert. Rückfragen zum Fachtag werden unter Telefon 0201 2205-148 (Senioren- und Generationenreferat des Diakoniewerks Essen) und Telefon 0201 8560807 (Quartierszentrum Palmbuschweg der Evangelischen Kirchengemeinde Altenessen-Karnap) beantwortet. Die Ausschreibung mit Anmeldeformular steht ganz unten auf dieser Seite als PDF zum Download und Ausdrucken zur Verfügung.

Veranstalter sind das Senioren- und Generationenreferat des Diakoniewerks Essen, die Essener Diakoniestationen, das Evangelische Bildungswerk und die Gehörlosenseelsorge des Kirchenkreises Essen, die Evangelische Krankenhausseelsorge an den Kliniken Essen-Mitte, das Quartierszentrum der Kirchengemeinde Altenessen-Karnap, der Isenberg-Treff der Kirchengemeinde Rüttenscheid und die Kirchengemeinde Dellwig-Frintrop-Gerschede. Förderer sind das Diakonische Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V., die Sozialdiakonische Stiftung des Kirchenkreises Essen und die Sparkasse Essen.

Titelgrafik (Ausschnitt): Karin Jung | Pixelio.de

 

 

 

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