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MINI-Projekt der Notfallseelsorge soll Helfende Hand 2022 werden

Bundesinnenministerium lädt zur Abstimmung über Publikumspreis ein

(Essen, 29.09.2022) Das MINI-Projekt zur mittelfristigen Notfallnachsorge für Kinder und ihre Familien in Essen, Mülheim und Oberhausen ist für den Förderpreis „Helfende Hand 2022“ nominiert, der einmal im Jahr durch das Bundesinnenministerium vergeben wird. Eine Jury im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wird über die Platzierung in der Kategorie „innovative Konzepte“ entscheiden.

Unabhängig vom Votum der Jury geht MINI auch ins Rennen um den Publikumspreis – jede*r, der die Idee gut findet, kann sich beteiligen und das Projekt bis zum 5. Dezember per Online-Voting unterstützen: Den Link finden Sie unten auf dieser Seite.

MINI vermittelt Familien Unterstützung für die Zeit, in der zwar der erste Schock nach einem Unglück abgeklungen ist, aber langfristige Hilfen wie zum Beispiel eine Traumatherapie noch nicht angelaufen sind. Daher bieten nun die Notfallseelsorger*innen in Mülheim, Essen und Oberhausen von Unglücken betroffenen Familien an, dass die Mitarbeitenden des Mini-Projektes sie nach einiger Zeit noch einmal kontaktieren und bei Bedarf Hilfen für die kommenden Wochen vermitteln.

„Kinder zeigen Belastungsreaktionen oft erst nach Tagen oder Wochen, wenn die Notfallseelsorger längst nicht mehr da sind. Und dann nehmen wir vom Mini-Projekt, falls von den Familien gewünscht, den Kontakt auf“, erklärt Prof. Harald Karutz. „Wir möchten Wege ebnen und Hürden senken, damit die Betroffenen langfristig wieder aus eigener Kraft ihren Weg gehen können “, erklärt Iris Stratmann das Prinzip. Die Begleitung der Familien durch das MINI ist auf rund sechs Monate ausgelegt - dieser Zeitraum wird genutzt, um nötigenfalls längerfristige Hilfen in die Wege zu leiten.

Träger von MINI ist der Kirchenkreis An der Ruhr mit Sitz in Mülheim. Finanziert wird das Projekt komplett durch die Stiftung Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland und die Familienstiftung der Versicherer im Raum der Kirchen.

 

 

 

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