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Bin auch `n Mensch

Ausstellung der Menschenstadt Essen im Haus der Begegnung

(Essen, 13.01.2023) Unter der Überschrift „Bin auch ‘n Mensch“ zeigt die Menschenstadt Essen des Kirchenkreises im Haus der Begegnung, I. Weberstraße 28, eine Ausstellung mit Texten und Fotos zur Behindertenrechts-Konvention der Vereinten Nationen. Die Texte und Fotos von Essenerinnen und Essenern geben in berührender Weise wieder, wie das Leben mit einer Behinderung in unserer Stadt wahrgenommen wird.

Die gezeigten Fotos und Texte sind das Ergebnis eines Projekts, das die Aktion Menschenstadt, das Behindertenreferat des Kirchenkreises Essen (seit 1. Januar: Menschenstadt Essen) im Jahr 2019 gestartet hatte. Anlässlich der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland vor gut zehn Jahren haben Mitglieder einer Arbeitsgruppe insgesamt 36 Menschen interviewt: Menschen mit Behinderung, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Fachleute aus der Behindertenhilfe, Angehörige, Unterstützer, Begleiterinnen und Begleiter.

Ihre Erfahrungen und Erlebnisse, Erwartungen und Wünsche, ihre Enttäuschungen und Ängste und die Freude über erzielte kleine Fortschritte verdichten sich zu einer intensiven Beschreibung des Lebens mit Behinderung in unserer Stadt. Anfang 2022 ist „Bin auch ’n Mensch“ als Buch und Audio-CD, produziert und eingesprochen u.a. von Jochen Malmsheimer, erschienen – die Ausstellung im Haus der Begegnung ist nach der Marktkirche und dem Essener Rathaus die weitere Gelegenheit, öffentlich auf das Thema aufmerksam zu machen.

Das Buch zur Ausstellung mit allen 36 Porträts inklusive der Hörfassung kann zum Preis von 15 Euro (zzgl. Versandkosten) bei der Menschenstadt Essen im Haus der Evangelischen Kirche, Hagen 39, 45127 Essen bestellt werden; Rückfragen beantworten Daniela Keil, Telefon 0201 2205-261, und Lisa Lichtenstein, Telefon 0201 2205-121.

STICHWORT: MENSCHENSTADT ESSEN

Die Menschenstadt Essen wurde 1977 unter dem Namen „Aktion Menschenstadt“ aus der offenen Jugendarbeit heraus als eigenständiges Referat des damaligen Stadtkirchenverbandes Essen gegründet und ist heute der größte Gemeindeübergreifenden Dienst des Kirchenkreises Essen. Mit ihrem Angebot der mobilen Integrations- und Assistenzdienste begleitet die Menschenstadt Essen, die seit dem 1. Januar 2023 die Rechtsform eines kirchlichen Eigenbetriebs hat, über eintausend Menschen mit Behinderung in Kindertageseinrichtungen und in der Schule, bei Kultur- und Freizeitaktivitäten, auf Ferienfahrten und in der Erwachsenenbildung.

Für die Menschenstadt Essen sind rund 300 angestellte Mitarbeitende in verschiedenen Assistenzdiensten tätig; 200 Ehrenamtliche helfen bei der Durchführung von Urlaubsreisen, befristeten Projekten und inklusiven Gemeindetreffs. Bei der Menschenstadt Essen sind vielfältige Praktika möglich. 25 Mitarbeitende kümmern sich im Haus der Evangelischen Kirche und zwei inklusiven Stadtteilcafés um die Leitung, Organisation und Verwaltung aller Angebote. Internet: menschenstadt-essen.de.

 

 

 

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