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Tausend Kreuze

Erinnerung an Menschen, die an den Folgen der Pandemie starben

(Essen, 03.09.2021) „Tausend Kreuze – Bilder zu Corona“ lautet der Titel einer Ausstellung mit Werken von Gabriel Ehren, die die Evangelische Erlöserkirchengemeinde Holsterhausen vom 5. bis 30. September in ihrem Melanchthon-Gemeindezentrum, Melanchthonstraße 3/Ecke Holsterhauser Platz, zeigt. Die Ausstellung ist dem Gedenken an die vielen Menschen gewidmet, die bisher an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben sind.

Die Bilder zeigen Porträts von Menschen, die weltweit Opfer der Pandemie wurden: Alte und Junge; Männer und Frauen; Weiße und People of Color; Christen, Muslime und Juden. Gabriel Ehren wählt für ihre Darstellung eine eingängige Bildsprache, die nicht verstört oder nur für Eingeweihte zu entschlüsseln ist.

Als Vorlagen dienten dem Künstler Fotos aus öffentlich zugänglichen Quellen, die künstlerisch verfremdet wurden. Aus der intensiven Beschäftigung mit der Biografie der Porträtierten heraus hat Gabriel Ehren für jedes Bild einen anderen Farbakkord entwickelt und mit einem individuellen Hintergrund versehen, der die Spuren des jeweiligen Lebens aufnimmt. Gleichzeitig stehen diese konkreten Individuen nicht nur für sich, sondern für die Vielzahl der nicht Nennbaren – und bleiben deshalb namenlos.

„Gabriel Ehren geht es darum, die Einzigartigkeit jedes Schicksals hervorzuheben, das nie auf eine bloße statistische Größe reduziert werden darf“, heißt es in der Einladung. „Seine Gemälde laden die Betrachter dazu ein, sich den ernsten, fragenden Blicken der Porträtierten auszusetzen.“

GABRIEL EHREN

Der Künstler Gabriel Ehren, Jahrgang 1955, lebt seit über vierzig Jahren in Essen. Neben seinem Beruf als therapeutisch arbeitender Arzt ist er seit zwei Jahrzehnten künstlerisch tätig. Einer seiner Themenschwerpunkte sind Menschenbilder – in der vielfältigen Bedeutung des Wortes.

VERNISSAGE

Eröffnet wird die Ausstellung im Gottesdienst am Sonntag, 5. September, um 11.15 Uhr im Melanchthon-Gemeindezentrum; die Predigt hält Pfarrer Bernd Zielezinski. Für die musikalische Gestaltung sorgen Stephan Peller (Klavier) und Coline Hardelauf (Gesang).

ÖFFNUNGSZEITEN

Besichtigungen sind montags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 18 Uhr möglich; mittwochs ist der Künstler von 15 bis 17 Uhr anwesend. Der Eintritt ist frei.

 

 

 

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