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Thomasgemeinde und Kirchenkreis trauern um Martin Erbach

Als Pfarrer prägte er das Gemeindeleben in Frillendorf

Essen, 06.08.2026. Die Evangelische Thomasgemeinde und der Kirchenkreis Essen trauern um Pfarrer em. Martin Erbach, der am 17. Juli nach langer, schwerer Krankheit und dennoch überraschend, im Alter von 66 Jahren verstorben ist. 1988 wurde Martin Erbach Pfarrer in der damaligen Kirchengemeinde Frillendorf, die 2011 mit der Nachbargemeinde Stoppenberg zur Thomasgemeinde fusionierte. 2015, nach 27 Jahren, ging er vorzeitig in den Ruhestand.

ALLTAGSSORGEN UND ALLTAGSFREUDEN MITEINANDER TEILEN

Martin Erbach wurde am 21. März 1960 in Mülheim a.d.R. geboren und hat während seiner Jugendzeit zur Kirche gefunden. Angeregt durch die Gemeindearbeit, wirkte er selbst bald in Gottesdiensten mit, leitete Jugendgruppen und Familienfreizeiten. Nach dem Abitur studierte er Theologie in Bethel, Münster und Bonn. Sein Vikariat und den anschließenden Hilfsdienst als Pastor absolvierte Martin Erbach in Kettwig, das damals noch zum Kirchenkreis An der Ruhr gehörte.

In dieser Zeit sei es ihm wichtig geworden, vielfältige Angebote zu schaffen, die die Menschen in der Gemeinde miteinander in Kontakt brächten, sagte er später. Für das Gemeindeleben sei es besonders wichtig, dass alle Menschen offen zueinander seien und ihre Alltagssorgen und Alltagsfreuden miteinander teilten. Aus diesen Begegnungen erwüchsen am Ende „die Kraft und die Zuversicht, Möglichkeiten zur Neuentdeckung des Lebens und des Glaubens zu finden“.

EIN PFARRER ZUM ANFASSEN

Am 9. Oktober 1988 wurde Martin Erbach als Pfarrer in der damaligen Kirchengemeinde Frillendorf eingeführt. Als jemand, der ohne Scheu auf andere Menschen zugehen kann – so hat ihn auch Claudia Link, die seit 2000 als Pfarrerin in der damaligen Nachbargemeinde Stoppenberg tätig war, später kennengelernt. „Martin Erbach war ein Pfarrer zum Anfassen, er konnte gut auf Menschen zugehen und fremdelte nicht mit denen, die der Kirche distanziert gegenüberstehen“, berichtet sie in ihrem Nachruf für den Gemeindebrief.

In Frillendorf hatte Martin Erbach die Adventsfenster-Aktion eingeführt, Vater-Kind-Wochenenden und den Väter-Fußball; genauso engagierte er sich gesellschaftlich – zum Beispiel gegen den Weiterbau der A52. „Sein Frillendorf kannte er, besuchte die Menschen zu Hause, sprach sie auf der Straße an. Viele werden gut besuchte Gemeindefeste mit großer Tombola in Erinnerung haben.“

Durch die Fusion der Gemeinden Frillendorf und Stoppenberg wurde Martin Erbach Pfarrer in der neugegründeten Thomasgemeinde. „Er hatte nun so manche Veränderung mitzutragen, was ihm nicht immer leichtfiel. Wer ihn kannte, bemerkte auch, wie seine Erkrankung ihm zusetzte und immer wieder ausbremste“, berichtet Claudia Link weiter.

SCHWEREN HERZENS GING ER VORZEITIG IN DEN RUHESTAND

2015 ging Martin Erbach schweren Herzens in den vorzeitigen Ruhestand. „Begegnete man ihm zunächst noch hier und da immer wieder in Frillendorf, veröffentlichte er noch zwei Bücher mit Gebeten, Predigten, Berichten, traf man ihn im Laufe der Jahre immer seltener an. Doch noch heute wird oft von ihm dankbar erzählt und gern an sein Wirken erinnert. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Helga und seinen drei Töchtern sowie seinen Eltern. Möge Martin Erbach nun erleben, was er geglaubt und gepredigt hat!“

 

 

 

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