Logo Evangelische Kirche in Essen


Nachrichten

Verwenden statt verschwenden

Klimadinner in der Marktkirche

Essen, 03.09.2026. Was haben Ernährung und Gesundheit mit dem Klimawandel zu tun? Praxisnahe Antworten lieferte das 1. Essener Klimadinner, das die Grüne-Hauptstadt-Agentur der Stadt Essen, foodsharing Essen, der Ernährungsrat Essen e.V. und die Citykirchenarbeit der Evangelischen Kirche in Essen am vergangenen Donnerstag (03.09.) vor und in der Marktkirche veranstaltet haben. Ehrenamtliche von foodsharing Essen verteilten gerettete Lebensmittel, während im Kirchsaal kleine, leckere Speisen vorbereitet und an Tischgruppen serviert wurden. Eine unterzeichnete Erklärung soll helfen, zukünftig noch mehr Lebensmittel vor dem Abfalleimer zu retten.

GÄSTE GENIESSEN SMOOTHIES, DIPS UND SALATE

Für einen humorvollen Einstieg in das Thema sorgte das Impro-Theater Emscherblut. „Wir freuen uns auf einen Abend voller Inspiration, Praxisnähe und Empathie für unsere Stadt“, begrüßten Dirk Gerstenberg von foodsharing Essen, Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport der Stadt Essen, Gerda Kassner von der Grüne Hauptstadt Agentur sowie Marktkirchen-Pfarrer Jan Vicari als Hausherr die Gäste.

Ein Klimadinner bringe Menschen zusammen, stärke das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen und zeige ganz konkret, was jeder und jede Einzelne für das Klima tun könne. "Gemeinsam setzen wir heute Abend ein Zeichen für weniger Verschwendung, mehr Wertschätzung und mehr Gemeinschaft." Anschließend erklärten Expertinnen und Experten, wie die Rettung von Lebensmitteln heute funktioniert und gaben praxisnahe Tipps.

ANKLÄNGE AN EIN ALTES TISCHGEBET

"Wassermelone, Bananen, Kräuter, Tomaten, Öl und kistenweise Nektarinen und Brot - dass das nicht nur die zufälligen Überbleibsel aus Essener Supermärkten sind, sondern wunderbare Zutaten für Smoothies, Dips und Obstsalat: Das hat unser erstes Klimadinner in der Marktkirche gezeigt" zog Jan Vicari eine positive Bilanz dieser Premiere. "Verwenden statt verschwenden" sei nicht nur an diesem Aben das Motto gewesen, sondern treibe täglich die vielen Engagierten bei foodsharing an. "Heute haben wir dem Verwenden noch das gemeinsame Genießen hinzugefügt."

Für ihn klinge in solchem Verwenden und Genießen das Tischgebet seiner Kindheit mit. "Alle guten Gaben, alles was wir haben, kommt o Gott, von dir, wir danken dir dafür." Wenn er Lebensmittel nicht nur als Produkte, sondern als Geschenke betrachte, - dann klängen die 39 Tonnen (!) gerettete Lebensmittel im Monat noch einmal anders. "Die Frage von so vielen am Schluss nehme ich daher gerne auf: Wann machen wir sowas schönes denn wieder hier? Mal sehen. Aber sicher: wir machen es."

MOTIVATIONS-ERKLÄRUNG BEKRÄFTIGT GEMEINSAME ZIELE

Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichnen Simone Raskob und Dirk Gerstenberg außerdem eine gemeinsame Motivations-Erklärung, deren Ziel es ist, die Wertschätzung von Lebensmitteln in Gesellschaft und Politik stärker zu verankern. Nach außen hin wird die vereinbarte Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Stadt durch das Label "Essen-foodsharing-Stadt" symbolisiert. Ein PDF der Erklärung stellen wir unten auf dieser Seite zum Download bereit.

RÜCKFRAGEN & KONTAKT

Rückfragen beantwortet Gerda Kassner von der Grüne-Hauptstadt-Agentur, Mail gerda.kassner(at)gha.essen.de.

Unser Titelbild zeigt v.li.n.re.: Dirk Gerstenberg, Simone Raskob, Gerda Kassner und Jan Vicari. Foto: Kirchenkreis Essen/Stefan Koppelmann

 

 

 

nach oben ▲