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Kein Land für Niemand

Weltflüchtlingstag: Auftakt mit berührendem Dokumentarfilm

Essen, 15.05.2026. Den berührenden Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ zeigen der AWO Bezirksverband Niederrhein und der AWO Kreisverband Essen am Mittwoch, 20. Mai, um 16 Uhr im Essener Filmstudio Glückauf, Rüttenscheider Straße 2. Der Eintritt ist frei; um eine Anmeldung wird gebeten - den entsprechenden Link finden Sie unten auf dieser Seite. Der Eintritt ist frei; der Einlass beginnt ab 15.30 Uhr.

Im Anschluss an die Vorführung sind alle Gäste zu einem Publikumsgespräch mit Regisseur Maik Lüdemann, Maike Kratz (SOS Humanity – zivile Seenotrettungsorganisation) und dem Essener Pfarrer i.R. Achim Gerhard-Kemper eingeladen. der Theologe, der früher viele Jahre lang in der Evangelischen Kirchengemeinde Altenessen-Karnap tätig war, engagiert sich in den Initiativen Seebrücke Essen und ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen e.V.

DER DOKUMENTARFILM "KEIN LAND FÜR NIEMAND"

Der Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ nimmt die Zuschauer*innen mit an die europäischen Außengrenzen, an denen sich seit Jahren eine andauernde humanitäre Krise abspielt. Er begleitet Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer, zeigt die Zustände in Lagern für Geflüchtete und lässt Menschen zu Wort kommen, die den gefährlichen Weg nach Europa überlebt haben.

Gleichzeitig beleuchtet die Dokumentation, wie sich Politik und Gesellschaft in Deutschland verändern: Rechtspopulistische Positionen gewinnen an Einfluss, Flucht und Migration werden zunehmend kriminalisiert, und humanitäre Hilfe gerät immer stärker unter Druck.

Durch Interviews mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und politischen Entscheidungsträger*innen macht der Film deutlich, welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf geflüchtete Menschen, auf Engagierte und auf unsere Demokratie haben. „Kein Land für Niemand“ lädt dazu ein, die gängigen Bilder und Erzählungen über Flucht und Migration zu hinterfragen und über Menschlichkeit, Solidarität und Verantwortung nachzudenken.

STICHWORT: WELTFLÜCHTLINGSTAG

Die Filmvorführung ist zugleich Auftakt und Teil einer Veranstaltungsreihe zum Weltflüchtlingstag 2026, die vom 18. bis 22. Juni in und an der Marktkirche stattfindet. Zentral ist erneut die interaktive künstlerische Installation "Beim Namen nennen - Wir bauen weiter am Mahnmal der Menschenwürde". Dabei werden am Internationalen Weltflüchtlingstag (20. Juni), aber auch den gesamten Monat Juni hindurch dünne Stoffstreifen mit den Namen und dem Schicksal auf der Flucht verstorbener Menschen beschrieben, im Kirchsaal vorgelesen und ausgestellt.

Außerdem geplant:
-- Die Ausstellung "Réfugiés" von Jörg Bertrams, 6. Juni bis 18. Juli in der Marktkirche;
-- eine Lesung aus der Graphic Novel "Das Schimmern der See" mit Autor Adrian Pourviseh am Donnerstag, 18. Juni, um 19 Uhr in der Marktkirche;
-- ein "Interreligiöses Abendgebet" am 20. Juni 2026 in der Marktkirche und ein Gottesdienst in der Johanneskirche in Bergerhausen am 5. Juni;
-- Workshops für Schulklassen ab Klasse 8 am 19. Juni und am 22. Juni
-- Neu: Ein Schreib-mit-Koffer - die mobile Schreibstation zum Mahnmal "Beim Namen nennen" kann von Schulklassen, Firmen und Vereinen ausgeliehen werden; Infos dazu können per Mail an marktkirche(at)evkirche-essen.de angefordert werden.

 

 

 

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