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Aktiv. Mutig. Präventiv.

Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

„Aus dem christlichen Menschenbild erwachsen die Verantwortung und der Auftrag, Menschen im Wirkungskreis der evangelischen Kirche, insbesondere Kinder, Jugendliche und hilfe- und unterstützungsbedürftige Menschen sowie Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen (Minderjährige und Volljährige in Abhängigkeitsverhältnissen) vor sexualisierter Gewalt zu schützen und ihre Würde zu bewahren.

Die Evangelische Kirche im Rheinland setzt sich gemeinsam mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und ihren Gliedkirchen für einen wirksamen Schutz vor sexualisierter Gewalt ein und wirkt auf Aufklärung und Hilfe zur Unterstützung Betroffener hin. Der kirchliche Auftrag verpflichtet alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit, der Aufmerksamkeit, des Respekts und der Wertschätzung sowie der grenzachtenden Kommunikation durch Wahrung persönlicher Grenzen gegenüber jedem Mitmenschen.“

(Präambel des Kirchengesetzes zum Schutz vor sexualisierter Gewalt, das die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland am 15. Januar 2020 beschlossen hat und das am 1. Januar 2021 in Kraft getreten ist.)

In vielen relevanten kirchlichen Tätigkeitsbereichen – insbesondere in der Aktion Menschenstadt, in der Evangelischen Jugend Essen und in den Kindertagesstätten, im Bereich des Ehrenamtsmanagements und in Kirchengemeinden – gab es in den letzten Jahren bereits wichtige und ausführliche Vereinbarungen, um Kinder und Jugendliche, junge und ältere Erwachsene, Ehrenamtliche und Hauptamtliche vor sexueller Gewalt zu schützen.

Seit dem 1. Januar 2021 gilt in der Evangelischen Kirche im Rheinland zusätzlich ein Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Sein Inkrafttreten ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu einer selbstverständlich gelebten Kultur der Aufmerksamkeit, zu einer weitgehenden Sensibilisierung gegenüber jeglichen Formen von Übergriffigkeit und zur Überwindung von Sprachlosigkeit in den verschiedensten Kontexten und auf allen Ebenen unserer Kirche.

Das Gesetz...

Arbeitskreis des Kirchenkreises Essen

Das Kirchengesetz verpflichtet alle Kirchenkreise, Gemeindeübergreifenden Dienste und Einrichtungen und alle Kirchengemeinden, auf der Basis von Risikoanalysen eigene, verbindliche Schutzkonzepte zu erstellen und umzusetzen. Um diese Vorgabe bis Mitte 2022 zu erfüllen, wurde im Kirchenkreis Essen ein Arbeitskreis gebildet. Er...

Die Mitglieder des Arbeitskreis vertreten wichtige Arbeitsbereiche und relevante Ebenen des Kirchenkreises:

Potenzial- und Risikoanalyse

Einen wichtigen und umfassenden Teil eines Schutzkonzeptes bildet die Potenzial- und Risikoanalyse. Sie trägt dazu bei, sowohl Stärken als auch Schwachstellen innerhalb der Organisation zu finden. Die Potentialanalyse fragt danach, was innerhalb der Organisation bereits etabliert ist, gut funktioniert und zu einem schützenden Begegnungsraum beiträgt. Die Risikoanalyse soll in den unterschiedlichen Bereichen Schwachstellen herausarbeiten, die sexualisierte Gewalt begünstigen könnten. Um ein möglichst breites Bild des Potenzials und des Risikos zu erhalten und partizipativ herauszuarbeiten, wo Veränderung notwendig ist, wird diese Analyse durch eine Umfrage im Portal Umfrageonline unterstützt.

Die Umfrage besteht aus geschlossenen und offenen Fragen, die sowohl von haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden als auch von Teilnehmenden der jeweiligen Angebote ausgefüllt werden können. Eine anonyme Teilnahme ist möglich. Die Fragen beziehen sich auf räumliche Gegebenheiten vor Ort, den Umgang mit Kritik und das gelebte Miteinander. Der Link zur Umfrage der jeweiligen Gemeinde ist bei Projektkoordinatorin Lisa Maas zu erhalten.

Eine Auswertung der Daten findet durch das Umfragetool statt. Die Umfrageergebnisse werden den Arbeitsgruppen der Gemeinden zur weiteren Analyse zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsgruppen können auf der Grundlage der Ergebnisse außerdem durch die Projektkoordinatorin beraten werden.

Wir realisieren Umfragen via UmfrageOnline.com:

Flyer mit Statements

In einem Flyer, der allen Gemeinden, Diensten und Einrichtungen des Kirchenkreises Essen zugegangen ist, erklären Superintendentin Marion Greve, Assessor Heiner Mausehund und die Mitglieder des Arbeitskreises, warum ihnen Schutzkonzepte für alle Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste des Kirchenkreises ein sehr wichtiges Anliegen sind:
Flyer zur Erstellung der Schutzkonzepte mit zwölf Statements | PDF ≡↓

Veröffentlichung des Schutzkonzeptes

Sobald das Schutzkonzept für den Kirchenkreis Essen verabschiedet wurde, veröffentlichen wir es an dieser Stelle. Viele weitere hilfreiche Informationen und Ansprechpartner zum Umgang mit sexualisierter Gewalt auf allen Ebenen der Evangelischen Kirche im Rheinland finden Sie hier:


Kontakt

Lisa Maas, Sozialarbeiterin B.A.
Projektleitung zur Prävention vor sexualisierter Gewalt im Kirchenkreis Essen
Telefon 0177 7561817
Mail lisa.maas@ekir.de


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