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Bingo ist der Hit

Auf dem Isingplatz sorgen Gemeinde, AWO und Allbau für Leben

TEXT UND FOTO: MARKUS GRENZ/AWO ESSEN

Essen, 26.10.2026. Zur Belebung des Isinger Feldes und dessen Randgebiete in Kray/Leithe ziehen das Julius-Leber-Haus der AWO, die Allbau GmbH und die Evangelische Gemeinde Essen-Kray mit verschiedenen Aktionen schon seit längerem an einem Strang. Besonders beliebt sind die Treffen auf dem Isingplatz, bei denen zahlreiche Bewohner*innen der angrenzenden Siedlungen zusammenkommen. So wie jetzt: Da hieß es „Bingo!“

EINE GUTE MÖGLICHKEIT, NEUE LEUTE KENNENZULERNEN!

„Wir sind vor rund zwei Jahren hergezogen und sind dann direkt zum Bingo-Nachmittag gegangen. Das war für uns ein sehr guter Einstieg, da haben wir direkt ein paar Leute kennengelernt. Das war wie eine kleine Stufe, über die wir in Kontakt gekommen sind“, sagt eine Besucherin, während ihre drei Begleiter*innen am Tisch zustimmend nicken. Ihr Sitznachbar ergänzt: „Es ist total gut, dass es so etwas hier gibt. Die Leute kommen auch mal raus aus ihren Wohnungen.“ Spricht es aus, und schon geht’s weiter. „Gustav 57“, sagt Pfarrerin Monika Elsner übers Mikrofon an, sie hat heute den Job der Ansagerin und Moderatorin übernommen.

DAS IST NICHT NUR ETWAS FÜR SENIOR*INNEN

Zwölf Runden werden gespielt, eine nachmittagsfüllende Angelegenheit. Zu gewinnen gibt es etwas in jeder Runde, etwa einen 30-Euro-Gutschein der benachbarten „Bäckerei Förster“. Rund 60 Menschen sitzen an den dicht besetzten Biertischen, viele Senior*innen aber durchaus nicht nur, auch jüngere Generationen sind dabei „Wir halten hier viele seniorengerechte Wohnungen vor und möchten gerne die Nachbarschaften zusammenbringen. Aus der regelmäßigen Bingo-Runde in unserem AllbauPunkt ist dann das Open-Air-Bingo entstanden. Die Leute sind auf Netzwerke angewiesen“, erläutert Michael Minuth, Sozialmanager der Allbau im Isinger Feld.

Rund 300 ältere Menschen leben hier in Allbau-Wohnungen, im Ganzen sind es weitaus mehr. Jürgen Zips-Zimmermann, Leiter des AWO Julius-Leber-Hauses schätzt um die 800 Personen in höherem Alter, mindestens. Pfarrerin Elsner: „Der ganze Stadtteil ist mittlerweile gut vernetzt und wir unterstützen das. Man trifft sich immer wieder.“ Jürgen Zips-Zimmermann erläutert: „Das Schöne ist, dass sich die verschiedenen Gruppen wie die Nutzer unseres Hauses, die Mieter der Allbau, die Mitglieder der Gemeinde oder auch Nachbarn, die keiner dieser Gruppen zuzuordnen sind, bei unseren Angeboten immer wieder durchmischen.“

SCHÖN, WIE SICH NEUE GEMEINSCHAFTEN BILDEN

Die Preise für Waffeln (1,50 Euro), Kaffee (50 Cent) oder Wasser (kostenlos) halten die Veranstalter*innen bewusst niedrig. Den Aufwand der Veranstaltungen teilen sie sich. Jürgen Zips-Zimmermann: „Es ist bei unseren verschiedenen Angeboten immer wieder zu beobachten, wie sich die Menschen kennenlernen und Gruppen und Gemeinschaften entstehen.“ Na dann, Bingo!

Titelfoto: Markus Grenz/AWO Essen.

 

 

 

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