Logo Evangelische Kirche in Essen


Nachrichten

Gedenkgottesdienst für die Unbedachten dieser Stadt

Am 11. Oktober in der Essener Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel

(Essen, 27.09.2022) An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für jene Bürgerinnen und Bürger, die anonym und ohne Trauerfeier bestattet werden mussten – weil trotz intensiver Suche durch das Ordnungsamt kein Familienangehöriger gefunden wurde, der für eine würdige Verabschiedung sorgen konnte. Das Gedenken an die 45 „Unbedachten“ des Monats August findet am Dienstag, 11. Oktober, um 17 Uhr in der Marktkirche, Markt 2/Porschekanzel, statt; die liturgische Leitung haben Gemeindereferent Johannes Nöhre und Pfarrer em. Achim Gerhard-Kemper.

Die jüngste "Unbedachte" wurde nur 52 Jahre alt, der älteste starb im Alter von 93 Jahren. Im Gottesdienst werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch eingetragen, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wird in der Andacht eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir gemeinsam daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Essen, die gemeinsam mit der Stadt Essen zu diesen Feiern einlädt.

Am Samstag vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den Essener Ausgaben der Tageszeitungen WAZ und NRZ sowie im Portal lokalklick.eu kostenlose Sammeltraueranzeigen mit den Namen der „Unbedachten“. Die Gedenkgottesdienste wechseln jährlich zwischen dem Dom und der Marktkirche; 2022 finden sie in der Marktkirche statt.

Zum Titelfoto: In diesem Jahr steht der Ständer, der die monatlichen Blätter mit den Namen der „Unbedachten“ enthält, wieder in der Marktkirche. Die Blätter mehrerer Jahre werden am Ende zu einem „Buch der Erinnerung“ gebunden, das im Essener Stadtarchiv aufbewahrt wird.

 

 

 

nach oben ▲